Washington verleumdet Putin und Putin klagt Washington jetzt öffentlich an

Washington verleumdet Putin und Putin klagt Washington jetzt öffentlich an

Paul Craig Roberts

Am vergangenen Freitag bezichtigte Russlands Präsident Putin die Washingtoner Regierung im Rahmen der Konferenz Valdai International Discussion Club in Sotchi mit Fug und Recht, die Welt zu destabilisieren, um den eigenen egoistischen Interessen und den Interessen von privaten Lobbygruppen zu dienen. Diese Partikularinteressen kontrollieren Washington leider auf Kosten des gesamten Rests der Welt. Es wird langsam Zeit dafür, dass ein Weltpolitiker das brutale Neocon-Regime in Washington öffentlich anklagt. Putin beschrieb Washingtons an den Tag gelegte Doppelmoral mittels des römischen Satzes: "Was Gott [den USA] erlaubt, ist dem Vieh [dem Rest der Welt] noch lange nicht erlaubt."

Im Hinblick auf Putins Rede sei hier auf einzelne Quellen verwiesen:

RT
RIA Novosti

Seltsamerweise haben russische Medien bis zu diesem Zeitpunkt noch keine englische Übersetzung von Putins Ausführungen veröffentlicht. Vielleicht ist Russlands Medien die Bedeutung von Putins Worten noch nicht so ganz klar. Ein zu großer Teil der russischen Medien befindet sich in Besitz von ausländischen Interessen, die den Zugang zu russischen Lesern nutzen, um den Kreml zu attackieren und zu schlecht zu reden.

Es ist schon erstaunlich, dass die russische Regierung eine Verbreitung der Washingtoner Propaganda in den eigenen

Reihen überhaupt erlaubt. Unter Umständen akzeptiert Moskau eine Verbreitung der Washingtoner Propaganda unter Russen, um die eigenen Publikationen in den Vereinigten Staaten von Russia Today, RIA Novosti und Voice of Russia zu schützen.

Doch mit Blick auf das Gleichgewicht gibt es keine Balance. Die russischen Sender, die im Westen aktiv sind, greifen oft neueste Entwicklungen auf, über die noch nicht in der Breite berichtet wurde, doch sie diffamieren Amerika nicht.

Siehe dazu auch:

Putin: World leaders blackmailed
Putin: U.S. escalates worldwide conflict
German MP: "Sanctions without proof"

Ich habe bislang keine Berichte über Putins Rede in amerikanischen Druck- und/oder Fernsehmedien gesehen. Die innenpolitische Lage in den USA glänzt mit einer Abwesenheit von öffentlichen Diskussionen zur Entwicklung der US-Außenpolitik. Gleiches gilt vor allem auch für die ausländischen Reaktionen auf diese Art der Außenpolitik. Ein Land, in dem sowohl Propaganda als auch allgemeines Stillschweigen die Achtsamkeit der Bürger in der öffentlichen Diskussion verdrängen ist bei Licht besehen keine Demokratie mehr, ganz egal, als was sich dieses Land bezeichnet.

  

  

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In Washington hat man schon vor langer Zeit die dunkle Kunst erlernt, die politische und gesellschaftliche Wahrheit mittels Diffamierung zum Schweigen zu bringen. Washington nutzte das Mittel der Diffamierung, um den im Iran durch das Volk im Jahr 1953 gewählten politischen Führer Mossadegh zu stürzen. Auch Kongos Premierminister Patrice Lumumba wurde im Jahr 1960 gestürzt. Gleiches ließ sich über Guatemalas Staatspräsidenten Arbenz im Jahr 1954 und Venezuelas Staatspräsident Hugo Chavez im Jahr 2002 berichten. Im Fall von Chavez handelte es sich um einen Coup, der durch das venezolanische Volk und das Militär des Landes durchkreuzt wurde.

Washingtons vorgesehenes Marionettenregime wurde aus dem Land geworfen, woraufhin eine Wiedereinsetzung von Chavez folgte. Im Jahr 2009 folgte ein Sturz des honduranischen Staatspräsidenten Manuel Zelaya, woraufhin es im Jahr 2013 dann mit dem Sturz des demokratisch legitimierten Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch in der Ukraine weiterging. Im vergangenen Jahr wurde ebenfalls Mohammed Mursi, muslimischer Staatspräsident der ersten in der Historie Ägyptens demokratisch gewählten Regierung, gestürzt.

Gleiches lässt sich berichten im Fall von Libyens Diktator Muammar Gaddafi, Saddam Hussein im Irak sowie anhaltenden Bemühungen, um sowohl Syriens alawitischen Staatspräsidenten al-Assad als auch die Mullah-Regierung des Iran endlich aus dem Sattel zu fegen. Washington hatte in seiner Geschichte der Staatscoups auch Fehlschläge hinzunehmen. So zum Beispiel im Hinblick auf den versuchten Sturz des indonesischen Staatspräsidenten Sukarno, Ho Chi Minh in Vietnam und Fidel Castro in Kuba.

Jetzt hat Washington Wladimir Putin ins Visier genommen. Und hierbei handelt es sich wahrlich um den Höhepunkt

von Ignoranz und Hybris. Putins öffentliche Zustimmungswerte übertrumpfen diejenigen von jedem amerikanischen Staatspräsidenten bei weitem. Die heimischen Zustimmungswerte in Bezug auf die Regierung von Präsident Obama sowie des US-Kongresses befinden sich auf einem viel zu niedrigen Niveau, um mit einem funktionierenden Demokratiesystem auch weiterhin kompatibel zu sein.

Wenn es sich im Falle der USA tatsächlich um eine Demokratie handeln sollte, so handelt es sich um eines der am schlechtesten funktionierenden Demokratiesysteme in der Weltgeschichte. Faktisch unterstützt eigentlich niemand - mit Ausnahme der machtvollen, privaten Interessen- und Lobbygruppen, die Washington in Händen halten - die Regierung.

Resultat dieser seit 13 Jahren mörderischen Zerstörung von Leben und Eigentum im Nahen und Mittleren Osten und Afrika, eines dysfunktionalen und kollabierenden US-Wirtschaft sowie einer Zurschaustellung von einer nie zuvor zu bestaunenden Arroganz, hat Washington die einst sanfte Gewalt Amerikas zerstört. In Übersee vertreten einzig und allein die wenigen und durch amerikanische Nichtregierungsorganisationen gut bezahlten Protagonisten noch immer gute Ansichten über die Vereinigten Staaten von Amerika.

In einer Vielzahl von in der Welt getätigten Umfragen werden die USA als größte Bedrohung einer Erhaltung des Weltfriedens genannt. Washington hat unsere Nation in ein verachtestes Land verwandelt. Und wir, die Bürger, haben uns dieser Entwicklung nicht entgegengestellt.

info

Solche Informationen würden Sie niemals durch amerikanische Druck- oder Fernsehmedien erhalten. Gleiches gilt eigentlich auch für die entsprechenden Medien in Großbritannien und einem Großteil Westeuropas.

In seinem Buch berichtet der Autor, dass die CIA jedermann von Wichtigkeit und Status in den europäischen Medien in der Tasche habe. In seinen eigenen Worten drückt es Udo Ulfkotte auf folgende Weise aus: ihm sei "gelehrt worden zu lügen, zu betrügen und der Öffentlichkeit die Wahrheit vorzuenthalten".

Als ehemaliger Wall Street Journal Herausgeber, Business Week Kolumnist, Kolumnist für den Scripps Howard News Service, Kolumnist für ein deutsches und französisches Magazin sowie eine italienische Tageszeitung, beobachtete und erfuhr ich die sukzessive Anpassung an Washingtons Vorgaben am eigenen Leib.

Es zeichnete sich immer deutlicher ab, dass der Weg zu einer erfolgreichen Karriere im westlichen Journalismus darin liegt, für das Establishment in Washington und dessen stets im Hintergrund agierende "Sicherheitsdienste", die von einer neokonservativen Ideologie einer amerikanischen Welthegemonie durchdrungen sind, zu lügen.

Klicken Sie einmal auf den obigen Link und schauen Sie sich die Frontseiten des britischen Sun, des Daily Mirror und des Daily Express an. Ich würde darauf wetten, dass es sich bei diesen Frontseiten um durch Washington oder Langley gestaltete oder um durch die CIA oder das National Endowment for Democracy bezahlte Frontseiten handelt. Genauso könnten diese Seiten auch durch eine der republikanischen oder demokratischen Organisationen gesponsert worden sein, die Washingtons Überseepropaganda unterstützen.

Selbstverständlich lassen sich die genannten britischen Outlets im Vergleich mit ihren Pendants in den USA, die sich in Obst- und Gemüseläden erwerben lassen, als Sensationshascher bezeichnen. Scrollen Sie die Seite der oben verlinkten Seite einmal hinunter und schauen Sie sich die Cover von Newsweek und The Economist an. Bei diesen beiden Publikationen handelte es sich einmal um respektierte Blätter.

Heute würde ich darauf wetten, dass kaum jemand von Rang diese Blätter liest, und dass diese in ihrer Finanzierung von Tochterfirmen der CIA abhängen. Nichtsdestotrotz haben diese Publikation noch immer großen Einfluss auf europäische, kanadische, australische und japanische Medien. Ebenso verhält es sich ohne Zweifel im Hinblick auf andere Länder an den Grenzen des amerikanischen Imperiums. Diese Narren glauben immer noch allen Ernstes, dass Amerika über eine freie Presse verfügt.

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Die folgenden Ausführungen auf der Seite von Russia Insider sollten Sie sich auf der Zunge zergehen lassen:

Vorwürfe zur Manipulation von Medieninformationen durch Geheimdienstorganisationen wurde kürzlich in den Nachrichten aufgeworfen. In diesem Zuge kam es zu der Meldung, dass sowohl die CIA als auch der deutsche Geheimdienst langfristige Programme zur Einwirkung auf Medienmanager und Top-Journalisten betrieben, die darauf ausgelegt seien, auf welche Weise Meldungen und Nachrichten in den Medien interpretiert werden. Dazu gehören auch direkte Geldzahlungen."

Hier folgen einige Beispiele, auf die unter anderem eingegangen wurde:

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Jeden Tag fragen mich Leser, was sie selbst als Individuen gegen solche Dinge tun können. Bei einigen dieser Leser handelt es sich gewiss um Regierungswichte, die vielleicht darauf hoffen, dass ich antworten werde, dass man "die Regierung stürzen solle", so dass man mich in der Folge endlich als Terroristen brandmarken und verhaften kann. Meine Antwort auf die Frage der Leute lautet eigentlich immer gleich. Die Menschen sind machtlos, solange nicht eine ausreichende Menge von ihnen gut informiert ist.

Falls die Amerikaner sich irgendwann einmal besser informieren und aufbegehren sollten, werden die Menschen wieder

dazu in der Lage sein, die Regierung unter ihre Kontrolle zu bringen. Falls es nicht dazu kommen sollte, liegt die Demokratie in Amerika auf dem Sterbebett. Unser aller Leben als freie Menschen, deren Rechte als auch deren Schutz gegen einen übermächtigen Staat durch die Landesverfassung protegiert sind, wird einem Ende entgegensehen.

Unter Umständen ist Amerika bereits am Ende, so dass dessen Regierung nicht dazu in der Lage sein wird, den Rest der Welt im Angesicht dieser wahnwitzigen, neokonservativen Anmaßung zur Etablierung von Washingtons Weltherrschaft zu zerstören. Weder Russland noch China werden sich Washington und dessen Vasallen beugen. Auch Indien hatte einst die Nase davon voll, eine Kolonie unter britischer Herrschaft zu sein. Doch falls sich die in Washington waltenden Hegemone weiter an die Macht klammern, dürfte ein Atomkrieg letztendlich das Resultat sein.