Putin spricht. Und hofft, dass Washington zuhört...

Putin spricht. Und hofft, dass Washington zuhört...

Paul Craig Roberts

In einem gestrigen Interview gegenüber der serbischen Tageszeitung Politika, erklärte Russlands Staatspräsident Wladimir Putin, dass es für die Vereinigten Staaten und die europäischen Vasallen Washingtons nicht nur zwecklos, sondern auch gefährlich sei, den Versuch zu unternehmen, Russland zu erpressen.

Vielmehr sollten sich die "außergewöhnliche und unentbehrliche" Nation und deren Vasallen über die Risiken bewusst werden, die mit aggressiven Streitigkeiten zwischen hoch gerüsteten und mit Nuklearwaffen ausgestatteten Ländern verbunden sind. Putin wies darauf hin, dass Obama am 24. September gegenüber Russland eine äußerst feindliche Gesinnung im Rahmen von dessen Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York einnahm.

Obama erklärte damals, dass Russland neben dem Islamischen Staat (ISIS) sowie dem Ebola-Virus zu einer der drei größten Bedrohungen gehöre, denen sich die Welt ausgesetzt sähe. Staatspräsident Putin teilte mit, dass unilaterale und bestrafende Maßnahmen gegenüber Russland eine politische Krise vom Zaun brechen könnten. Ferner war Putin der Ansicht, "falls es Washingtons Ziel ist, unser Land in der Welt zu isolieren, dieses Ziel nicht nur absurd, sondern auch illusorisch ist."

Ich möchte an dieser Stelle einige von Staatspräsident Putins Worten zitieren:

"Wie können wir über eine Deeskalation der Lage in der Ukraine sprechen, während fast zum selben Zeitpunkt Entscheidungen über eine Verabschiedung von neuen Sanktionen getroffen werden, und die parallel zu Vereinbarungen zu einem Friedensprozess lanciert werden?"
"Zusammen mit den gegen ganze Bereiche unserer Wirtschaft verhängten Sanktionen, kann diese Herangehensweise nicht anders als feindlich bezeichnet werden."
"Wir hoffen, dass unsere Partner die Sinnlosigkeit erkennen werden, die mit dem Versuch einer Erpressung Russlands einher gehen. Ferner hoffen wir, dass unsere Partner sich an die Konsequenzen erinnern werden, die ein Konflikt zwischen großen Atommächten im Hinblick auf die strategische Stabilität in der Welt haben könnten."

Falls wir nicht alle wegen Atomexplosionen, Verstrahlung und einem sich anschließenden nuklearen Winter sterben

werden, wird dies aufgrund der Menschlichkeit und dem gesunden Menschenverstand - beides Attribute, nach denen man in Washington vergebens Ausschau hält - von Russlands Staatspräsident Putin der Fall sein.

Schauen Sie sich einmal genau um. Nicht nur die Wirtschaften, sondern auch die Börsen und Aktienmärkte in den westlichen Industrieländern befinden sich im Rückgang. Von Dummheit geprägte und gänzlich inkompetente Staatsbehörden haben Ebola letztendlich auch in die USA gebracht. Und was macht man in Washington?

Jedwede Energie der Regierung der "außergewöhnlichen und unentbehrlichen" Nation ist nicht nur auf eine Bekämpfung des Islamischen Staats im Nahen und Mittleren Osten fokussiert, einer Kreatur, die durch Washington selbst kreiert wurde, sondern auch auf eine permanente Dämonisierung Russlands.

Ist in der Menschheitsgeschichte ein Land jemals auf eine derart schlechte Weise regiert worden wie die Vereinigten Staaten von Amerika?

Die Amerikaner müssen verstehen, dass deren Regierung nicht nur inkompetent und unmoralisch, sondern dass diese Regierung diabolisch und teuflisch handelt. Washington versteckt sich hinter moralischen Ansprüchen, ist jedoch selbst bar jeden moralischen Gewissens. Es gibt keine diabolische Handlungsweise, zu der man in Washington nicht fähig wäre. Diejenigen, die Washington unterstützen, unterstützen den Teufel.