Die Ebola-Geschichte stinkt zum Himmel

Die Ebola-Geschichte stinkt zum Himmel

Paul Craig Roberts

Die Washingtoner Regierung hat angekündigt, dass Tausende von zusätzlichen US-Soldaten nach Liberia entsendet werden. General Gary Volesky erklärte, diese Truppen würden Ebola "dem Erdboden gleichmachen". Offizielle Version dieser Geschichte ist, dass Kampftruppen nach Westafrika entsendet werden, um sich um einen Aufbau von Behandlungsstrukturen vor Ort für die mit Ebola Infizierten zu kümmern.

Warum benötigt man für ein solches Ansinnen Kampftruppen? Warum wird beispielsweise nicht Baugerät und entsprechende Ausrüstung samt einem Ingenieurbataillon entsendet, wenn diese Helfer schon dem Militär entstammen müssen und nicht ziviler Natur sind? Und warum wird in diesem Fall nicht nach dem gewöhnlichen Muster verfahren, nach dem die Regierung normalerweise handelt, indem diese eine Bau- und Konstruktionsfirma mit dem Aufbau der erforderlichen Behandlungsstrukturen beauftragt?

"Die zusätzliche Entsendung von weiteren Tausenden von Soldaten" resultiert hingegen in der Stationierung einer sehr großen und unerfahrenen Bau- und Konstruktionsmannschaft zur Erstellung von 17 Behandlungseinheiten vor Ort. Diese Art des Vorgehens ergibt einfach keinen Sinn.

Geschichten, die keinen Sinn ergeben, und die durch die Regierung nicht eingehender erklärt werden, wecken

automatisch Zweifel und Misstrauen der folgenden Art: Werden US-Soldaten missbraucht, um diverse Ebola-Impfstoffe und potenzielle Heilungsansätze an sich testen zu lassen? Noch weitaus dunkler wäre die Vermutung, dass diese Soldaten missbraucht werden, um Ebola nach deren Rückreise noch stärker in den USA zu verbreiten.

Ich kann durchaus verstehen, weswegen viele Leute derartige Fragen stellen. Die Tatsache, dass sie keine qualifizierte Antwort seitens der Regierungsbehörden erhalten, werden die bereits bestehenden Zweifel und das Misstrauen in der Öffentlichkeit noch verstärken.

Uninformierte und ignorante Amerikaner werden entgegnen:

Die US-Regierung würde ihre eigenen Soldaten und ihre Zivilbevölkerung niemals als Versuchskaninchen missbrauchen.

Bevor man einen Narren aus sich selbst macht, sollte sich jedermann zuvor an die unzähligen Experimente erinnern, welche durch die US-Regierung an amerikanischen Soldaten und Zivilpersonen in der Vergangenheit durchgeführt wurden.

Googeln Sie in diesem Kontext zum Beispiel einmal nach den folgenden Schlagzeilen "Unethical human experimentation in the United States" oder "Human radiation experiments". Sie werden schnell herausfinden, dass Bundesbehörden wie das Department of Defense and Atomic Energy Commission sowohl US-Soldaten als auch Gefängnisinsassen in der Vergangenheit hohen Werten der Radioaktivität ausgesetzt haben.

Die an diesen Experimenten teilnehmenden Menschen wurden radioaktiv verstrahlt. Im Fall von männlichen Testpersonen stand hierbei der Hodenbereich im Zentrum der Experimente, während es sich darüber hinaus auch um Tests in Bezug auf Geburtsfehler handelte.

Zum gleichen Zeitpunkt wurden die Köpfe von Kindern bestrahlt, während geistig behinderten Kindern radioaktiv verseuchtes Essen verabreicht wurde.

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Die ablehnende Haltung der Obama-Regierung im Hinblick auf eine Quarantänenahme der aus Westafrika in die Vereinigten Staaten einreisenden Flugpassagiere lässt sich ebenfalls als Mysterium bezeichnen. Die Armeeführung hat angekündigt, dass das US-Militär Pläne verfolge, jeden aus Liberia zurückkehrenden Soldaten in Quarantäne zu nehmen.

Augenscheinlich haben sowohl der Druck aus dem Weißen Haus als auch ausgesprochene Drohungen zur Einreichung von Gerichtsklagen durch die potenziell von Quarantänemaßnahmen Betroffenen die politischen Führungen beider Bundesstaaten dazu gebracht, die eigens verhängten Quarantänemaßnahmen zu lockern. Eine Krankenschwester, die jüngst aus Westafrika - wo sie Ebola-Patienten behandelte - in die Heimat zurückgekehrt war, wurde durch die Behörden des Bundesstaats New Jersey aus der Quarantäne entlassen, nachdem sie 24 Stunden in Folge keinerlei Symptome aufwies.

Allerdings benötigt die Krankheit etwa 21 Tage, um ihre Symptome voll auszubilden. Die Krankenschwester drohte

mit einer Gerichtsklage. In diesem Kontext kam die falsche Behauptung einer "Diskriminierung von Mitarbeitern im Gesundheitsbereich" auf. Auf welche Weise lässt sich von einer Diskriminierung sprechen, wenn diejenigen, die den größten Ansteckungsrisiken im Hinblick auf Ebola ausgesetzt waren, nach ihrer Rückkehr erst einmal in Quarantäne genommen werden?

Wenn die Symptome sich einmal ausbilden ist eine mit Ebola infizierte Person eine große Gefahr für alle anderen, solange diese Person nicht in Quarantäne genommen wird. Die CDC wurde nun dazu gezwungen zuzugeben - nachdem diese offensichtliche Tatsache über einen langen Zeitraum geleugnet wurde -, dass der aktuelle Ebola-Stamm auch durch Luft übertragen werden kann.

Um es mit anderen Worten auszudrücken, überträgt sich diese Krankheit wie eine gewöhnliche Grippe. Zuvor geäußerte Zweifel und Dementis dieser Tatsache unterstützten die aufkommenden Spekulationen, nach denen es sich bei dem neuen Ebola-Stamm um ein Virus zur biologischen Kriegsführung handelt, das in US-Regierungslaboren in Westafrika erzeugt wurde.

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Washingtons Hinterhältigkeit in Bezug auf eine Umgehung dieser Biowaffenkonvention, die sie selbst mit unterzeichnet hat, hat mittlerweile auch zu ganz anderen Spekulationen geführt. War es dem neuen Ebola-Stamm unter Umständen möglich durch eine Laborpanne, durch die Mitarbeiter dieses Labors infiziert wurden, zu entweichen? Oder wurde dieser Stamm sogar absichtlich in Umlauf gebracht, um zu testen, auf welche Weise er funktioniert?

Die einzig intelligente und verantwortungsbewusste Strategie wäre, alle kommerziellen Flüge nach und aus Ebola-Ländern sofort zu stoppen. Freiwillige Gesundheitshelfer sollten mit Militärmaschinen in diese Regionen geflogen werden, wonach sie auf notwendige Untersuchungen unter Quarantäne verpflichtet werden müssten, bevor sie zurück in die Vereinigten Staaten transportiert werden.

Warum widersetzt sich das Weiße Haus der einzig verantwortungsbewussten und als intelligent zu bezeichnenden Maßnahme? Und warum herrscht im US-Kongress zu diesem Thema das Schweigen im Walde?

Die oppositionelle Haltung zu vernünftigen Strategien nährt die Zweifel und Spekulationen, dass die US-Regierung

oder irgendeine andere Gruppe von Einfluss die Absicht verfolgt, Ebola zu missbrauchen, um in der Heimat irgendwann das Kriegsrecht zu verhängen und unliebsame Teile der Bevölkerung in diesem Zuge in FEMA-Camps einzupferchen, für deren Bau die Firma Halliburton bezahlt wurde. Der amerikanischen Öffentlichkeit wurde bis dato auch nicht ansatzweise mitgeteilt, warum diese Camps eigentlich existieren.

Es ist gewiss seltsam, dass eine Regierung, die in langfristige Kriege im Nahen und Mittleren Osten involviert ist, und deren Ziele der amerikanischen Öffentlichkeit gänzlich unklar sind beziehungsweise vorenthalten werden - und die einen Konflikt mit Russland und China forciert, zwei Ländern, die bis an die Zähne mit Nuklearwaffen ausgerüstet sind - auf eine solch rücksichtslose Weise Anlass dazu gibt, Spekulationen dieser Art unter der eigenen Bevölkerung ins Kraut schießen zu lassen. Geschweige denn, dass die dahinter stehenden Motive, Intentionen und Kompetenzen völlig im Dunkeln liegen.

Ein demokratisches System setzt voraus, dass die Öffentlichkeit ihrer Regierung vertraut. Doch Washington tut alles nur Erdenkliche, um dieses Vertrauen nachhaltig zu zerstören und ein Bild der Dysfunktionalität von sich selbst in der Öffentlichkeit abzugeben.

Die dahinter stehenden und undurchschaubaren Agenden bleiben im Dunkeln.