Ehemaliger CIA-Agent Michael Scheuer bezeichnet auf FOX News neuen Terroranschlag als Amerikas letzte Chance

Ehemaliger CIA-Agent Michael Scheuer bezeichnet auf FOX News neuen Terroranschlag als Amerikas letzte Chance

Gestern Abend hatte das Sprachrohr der Neokonservativen Glenn Beck in seiner Sendung auf FOX News den pensionierten CIA-Veteranen Michael Scheuer zu Gast, um über Waffen, die Grenze zu Mexiko und über Obamas Pläne zu diskutieren, unbewaffnete Freiwillige einzusetzen um die Grenze zu beschützen. Nach 6 Minuten bedeutungslosen Geplappers nahm das Gespräch eine verräterische Wendung. Beck sagte:

"Glauben sie wirklich, tatsächlich, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem die ranghohen Leute in den obersten Ämtern des Landes [...], der Kongress und das Weiße Haus, am Ende wirklich nicht das Richtige tun werden, und dass sie nicht ihre Fehltritte einsehen werden?"

Darauf Scheuer:

Nein sir, das werden sie nicht [...] die einzige Chance, die wir jetzt als Land noch haben ist, dass Osama Bin Laden eine große Waffe in die USA schleust und auch zündet.

Dies begründet Scheuer damit, dass die Politiker in Washington ihre Ämter und das Lob der Medien sowie das der Europäer zu hoch wertschätzen würden.

Nur Osama kann einen Angriff ausführen, der die Amerikaner dazu zwingt von ihrer Regierung zu fordern, sie effektiv zu schützen, und zwar ständig und mit so viel Gewalt wie nötig.

Können sie sich den Sturm der Entrüstung vorstellen, wenn ein Demokrat dies gesagt hätte? Warum wurde Scheuer nicht sofort in FBI-Gewahrsam genommen für eine solche Bemerkung?

Wie kann das FBI sicher sein, dass Scheuer nicht insgeheim etwas weiß, das der Rest von uns nicht weiß? Können sie sich vorstellen was passieren würde, wenn der Autor dieses Artikels nach so einer Attacke auf die Vereinigten Staaten rufen würde? Er hätte wohl innerhalb von zwei Stunden FBI-Agenten vor seiner Haustüre.

Diese beiden unamerikanischen Landesverräter gehören zu einer immer länger werdenden Liste von Neokonservativen, die sich offen weitere und sogar schlimmere Terrorangriffe auf die USA wünschen. Das Bemerkenswerte daran ist, dass dies genau dieselben Individuen sind, welche Aktivisten der 9/11- Wahrheitsbewegung als gefährliche Anarchisten bezeichnen. Als ob es nicht genug wäre, tausenden ihrer Mitbürger den Tod zu wünschen, stellen sie auch noch ihre geistesgestörte Gesinnung zur Schau indem sie unterstellen, ein Angriff würde dem Land helfen.

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Hier ist eine noch erstaunlichere Tatsache: Scheuers Job bei der CIA. Er führte die geheime Einheit an, die Bin Laden fangen sollte. Dieselbe Einheit, die Bush im Jahr 2005 aufgelöst hatte.

Wenn Bin Laden solch eine Bedrohung wäre, wieso wurde dann die Einheit, die ihn hätte dingfest machen sollen (übrigens von Clinton eingesetzt), vor vier Jahren aufgelöst? Die Dreistigkeit eines Amerikaners, sich einen Terrorangriff zu wünschen ist definitiv verräterisch.

Beck hat den Nerv, diejenigen die über 9/11 die Wahrheit sagen als gefährlich zu bezeichnen und er deutete an, sie würden mit al Kaida zusammen- arbeiten, während er jemandem mit einem Kopfnicken zustimmt, der gerade gesagt hat, Amerika müsse angegriffen werden.

Ein weiterer Neokonservativer gestand 2007 offen, einen Fetisch mit Horden von Apologeten der Bush-Administration zu teilen: Eine Todessehnsucht nach mehr Terror und mehr toten Amerikanern um das Land hinter Bush zu vereinen.

Einen Monat vor dem Jahrestag denke ich dass ein weiteres 9/11 Amerika helfen würde,

lamentierte Stu Bykofsky in seiner Kolumne bei der Philadelphia Daily News.

Erinnern sie sich an den Zusammenhalt in der Empörung und in der landesweiten Entschlossenheit? Amerika war nicht mehr so vereint gewesen sein dem ersten Tag der Schande: dem 7. Dezember 1941. Wir wussten damals wer der Feind war. Amerika zerfasert und zerreißt heute wie ein billiger Pullover. Was würde uns wieder zusammenflicken? Ein weiterer 9/11-Anschlag. Es wird eine weitere Attacke auf unser Heimatland brauchen um das Geschnatter der Eichhörnchen zu stoppen und Amerikas rechtschaffende Wut sowie den fokussierten Willen zum Fortbestand zurückzugewinnen.

Wir brauchen also mehr Terror oder die Terroristen werden gewinnen. Bykofsky scheint enttäuscht zu sein, dass über 600.000 tote Zivilisten zusammen mit tausenden toten Truppen im Irak nicht genug sind um Amerikaner davon zu überzeugen, dass der Krieg mit mehr Entschlossenheit fortgesetzt werden muss. Also sehnt er sich nach einem Tritt in den Rücken in Form von tausenden toten Amerikanern zu Hause.

Manche werden vielleicht in einem Anfall von Zynismus denken dass Bykofsky, ein mäßig erfolgreicher Neokonservativer von dem kurz zuvor noch niemand etwas gehört hatte, einfach versuchte, Schlagzeigen im Drudge Report zu machen. Wenn man jedoch Bykofskys bisherige stiefelleckende Kolumnen über die Bush-Administration liest, dann wird klar dass er es ernst meint. Bykofsky kreischt über die Bedrohung durch

globale Terroristen die den Islam benutzen um ihre furchtbaren Sünden zu rechtfertigen, darunter das In-die-Luft-sprengen von Frauen und Kindern,

und lädt dann die Terroristen dazu ein, mehr Amerikaner zu töten; er hilft sogar bei der Auswahl der Anschlagsziele:

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Die Golden Gate Bridge. Mount Rushmore. Chicagos Wrigley Field. Das U-Bahnnetz von Philadelphia,

schwärmt Bykofsky. Vielleicht sollte er sich als Freiwilliger melden um seine eigenen Kinder zu diesen Anschlagszielen zu schicken, schließlich ist Bykofsky so versessen darauf, mehr amerikansiches Blut vergossen zu sehen im Namen des Imperiums. Oder gibt es etwa eine größere Bedrohung? Wenn Bykofsky fest zu seinen Überzeugungen steht, wäre er dann auch bereit dazu, sich einen Bombengürtel umzuschnallen und sich in einem Einkaufszentrumin die Luft zu jagen für das Wohl der Nation?

Offensichtlich nicht, aber indem man solche extremen Vergleiche heranzieht, können wir die Perversität von Bykofskys Vorschlägen rchtig verstehen. Bykofskys und Scheuers verdrehte Logik ist nicht beschränkt auf die Domäne von aufmerksamkeitssüchtigen Schreiberlingen; die Sehnsucht nach mehr Terror ist ein verbreiteter Fetisch unter Neokonservativen, Politanalysten und Akademikern. Lt.-Col. Doug Delaney, Vorsitzender des Royal Military College in Kingston, Ontario, sagte gegenüber dem Toronto Star dass

der Schlüssel zur Stärkung der Entschlossenheit des Westens ein weiterer Terroranschlag wie 9/11 oder der Londoner U-Bahn-Anschlag vor zwei Jahren ist.

Die gleiche Meinung wurde ebenfalls in einem Memo der republikanischen Partei von 2005 explizit ausformuliert. Neue Anschläge wurden herbeigesehnt die den Krieg gegen den Terror des Präsidenten bestätigen und

sein Image als ein Führer des amerikanischen Volkes wiederherstellen würden.

2007 verlautbarte der ehemalige republikanische Senator Rick Santorum, dass eine Serie von unglücklichen Ereignissen, Terroranschläge, innerhalb des nächsten Jahres geschehen und die Wahrnehmung der Amerikaner über den Krieg verändern würde.

Einen Monat vorher sagte der neue Vorsitzende der republikanischen Partei von Arkansas Dennis Milligan, dass mehr Anschläge auf amerikanischem Boden benötigt würden, damit Präsident Bush die Zustimmung des Volkes zurückgewinnt. In manchen Ländern ist solche Rhetorik illegal, in Großbritannien wäre es klassifiziert als Glorifizierung von Terror.

Die Aussagen der Neokonservativen sind kaum weniger ernst als so manche Propaganda von muslimischen Klerikern, die wegen Aufstachelung zu Gewalt verurteilt wurden. Die neokonservativen Maulhelden sollten dankbar sein dass in Amerika der erste Verfassungszusatz über freie Meinungsäußerung noch existiert.

Andernfalls würden sie bald herausfinden dass die öffentliche Befürwortung von Massenmord beim Volk nicht sehr gut ankommt.