Das Imperium Schlägt Zurück Gegen Oliver Janich

Das Imperium Schlägt Zurück Gegen Oliver Janich

Weil nicht sein kann was nicht sein darf: Oliver Janich publizierte zwei ausführliche Artikel in dem Magazin Focus Money über die bizarren Widersprüche und Lücken in der offiziellen Darstellung über die Ereignisse von 9/11, er gründete die Partei der Vernunft mit einem beispiellosen Programm gegen die Agenda der Neuen Weltordnung und er veröffentlichte das gleichermaßen seriöse wie zupackende Buch Das Kapitalismus-Komplott im Finanzbuch-Verlag. Der SPIEGEL scheint nun endlich etwas gefunden zu haben das sich ad hominem publizieren lässt und schrieb am Samstag in der Online-Ausgabe und Montag im Print:

Fast drei Jahre lang pries Oliver Janich in Texten die "Partei der Vernunft" (PDV) an, deren Vorsitzender er ist. Sie ist bereits in mehreren Bundesländern aktiv. Es ist vollbracht, jubelte Janich etwa anlässlich ihrer Gründung, die PDV sei nötiger denn je. [...] Zuletzt war Janich ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten, weil er in "Focus Money" Aktien von mindestens einem Start-up-Unternehmen angepriesen und so mitgeholfen haben soll, dessen Kurs nach oben zu treiben. Janich hat sich auf Nachfrage nicht geäußert, Chefredakteur Frank Pöpsel erklärt, man setze die Zusammenarbeit mit Janich aus, bis Klarheit herrscht.

Oliver Janich sagte heute gegenüber INFOKRIEG.TV, dass er dem SPIEGEL ein Wortlaut-Interview angeboten hatte, das Hamburger Magazin jedoch ablehnte. Bei dieser verbindlichen Abmachung einigt man sich auf eine Länge des Gesprächs, welches dann ungekürzt veröffentlicht werden muss. Selbst wenn es sich nur um ein paar Sätze handelt, verringert man dadurch die Gefahr, aus dem eigentlichen Kontext zitiert zu werden.

Nach dem elften September 2001 beanspruchte ausgerechnet der SPIEGEL die Deutungshoheit über die Anschläge.

Insbesondere die Online-Ausgabe giftet bis heute vehement gegen jeden, der George W. Bushs handselektierter Untersuchungskomission misstraut, deren eigene Mitglieder sogar inzwischen in der Mehrheit lautstark protestieren.

Welche Beziehung hatte der Spiegel, der sich selbst als antifaschistisches Geschütz tituliert, in der Vergangenheit zu dem Konzept von verdecktem Regierungsterror unter falscher Flagge? Der Spiegel bediente sich in seiner prägenden Anfangszeit bei dem Know-How der kriminellen NS-Personnage und füllte seine Ressorts mit jedem, der irgendwelche Insider-Informationen bieten konnte. Man präsentierte der Welt auch den Amateur-Historiker Fritz Tobias vom niedersächsischen Verfassungsschutz und pries dessen zweifelhafte Arbeit um der Welt weiszumachen, die Nationalsozialisten hätten den Reichstag nicht selbst angezündet um ihre kriselnde Partei zu retten. Wie dumm stellte sich der SPIEGEL wenn es um verdeckte Kriegsführung ging?

Der damalige "Spiegel"-Mitarbeiter und ehemalige SS-Obersturmbannführer Dr. Paul Karl Schmidt alias Paul Carell war seit 1940 Leiter der Presse- und Nachrichtenabteilung im Auswärtigen Amt unter dem später in Nürnberg gehängten Kriegsverbrecher Ribbentrop. Eine "Notiz für Herrn Staatssekretär" ("Geheime Reichssache!") vom 27. Mai 1944 macht Schmidts Gesinnung deutlich:

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"Aus einer recht guten Übersicht über die laufenden Judenaktionen in Ungarn entnehme ich, dass eine Großaktion auf die Budapester Juden geplant ist. Die geplante Aktion wird in ihrem Ausmaß im Ausland große Beachtung finden und sicher Anlaß zu einer heftigen Reaktion bilden. Die Gegner werden schreien und von Menschenjagd usw. sprechen. Und unter Verwendung von Greuelberichten die eigene Stimmung und auch die Stimmung bei den Neutralen aufzuputschen versuchen. Ich möchte deshalb anregen, ob man diesen Dingen nicht vorbeugen sollte dadurch, dass man äußere Anlässe und Begründungen für die Aktion schafft, z.B. Sprengstoffunde in jüdischen Vereinshäusern und Synagogen, Sabotageorganisationen, Umsturzpläne, Überfälle auf Polizisten, Devisenschiebungen großen Stils mit dem Ziele der Untergrabung des ungarischen Währungsgefüges. Der Schlußstein unter eine solche Aktion müßte ein besonders krasser Fall sein, an dem man dann die Großrazzia aufhängt."

Ausgerechnet der Reichstagsbrand sollte also mit Hilfe eines ehemaligen Experten für nationalsozialistische Provokationen aufgeklärt werden?! Hier hatte Augstein wahrlich den Bock zum Gärtner gemacht. Allerdings war war dies keineswegs der einzige Fall, in dem Rudolf Augstein auf ehemalige NS-Experten zurückgriff, wenn ihm dies nützlich erschien. Bekannt ist die enge Verbindung zwischen dem "Spiegel" und dem Bundesnachrichtendienst (BND) von General Reinhard Gehlen, dem früheren Abteilungsleiter "Fremde Heere Ost" im Generalstab des Heeres.

Der Reichstagsbrand, Alexander Bahar und Wilfried Kugel

Der Ex-Gestapo-Chef Rudolf Diels, der für die Machtergreifung im Zuge des sogenannten "Preußenschlags" wichtige Vorarbeit leistete und nachweislich bereits 6 Stunden vor dem Reichstagsbrand Massenverhaftungen von KPD-Funktionären angeordnet hatte, wurde prompt vom SPIEGEL als "Widerstandskämpfer" rehabilitiert:

Ab Mai 1949 räumte "Spiegel"-Herausgeber Rudolf Augstein in seinem Nachrichten-Magazin dem ehemaligen Gestapo-Chef Raum für eine neunteilige (!) Serie ein:

Die Nacht der langen Messer...fand nicht statt. [...] Diels präsentierte sich nun in der Serie als überzeugter Demokrat und gewissenhafter preußischer Beamter.

Ob der SPIEGEL heutzutage ohne die Krümel vom Tisch der Geheimdienste und anderer Behörden irgendwelche nennenswerten Insider-Infos zu berichten hätte, ist eine interessante Fragestellung. Man huldigte zwar bisher ständig den Vertretern der Agenda einer Neuen Weltordnung, warnte die Bevölkerung nicht vor dem Crash Ende 2008, man verfasste eine schmierige Apologetik des Irak-Krieges als Titelstory, aber wehe ein Oliver Janich erwähnt seine Partei oder eine der zahllosen Aktien die er in seiner Karriere empfohlen hatte, entpuppt sich als Niete.

Der Focus trug den Vorsitzenden der unsäglichen privaten US-Notenbank Ben Bernanke in einer Titelstory auf Händen trotz vermeintlich kritischer Überschrift (Der Mann der unser Geld entwertet), genauso wie man woanders dessen Vorgänger Greenspan dafür huldigte, dass jener auf Kosten der amerikanischen Bürger die Geldmenge verfielfacht und ein kleines Kartell extrem reich gemacht hatte. Was wohl Focus-Chef und FDP-Mitglied Helmut Markwort so durch den Kopf geht, wenn er nicht gerade auf noblen Parties die Kanzlerin trifft, den Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Playboy Deutschland Publishing spielt, im Stammtisch von 3Sat auftritt oder dem ehemaligen Tittenmagazin-Autor und sozialistischen Pro-Israel-Agitator Henryk Broder einen Preis verleiht.

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Die Partei der Vernunft ist grüner als die Grünen, liberaler als die Liberalen, sozialer als die Sozialisten und konservativer als die Konservativen. Wessen Zorn hat sich Oliver Janich zugezogen, in welches Wespennest hat er gestochen mit seinen Artikeln, mit der Partei der Vernunft und seinem Buch? Der Club of Rome mit seiner Agenda für ein globales Regime unter einer Kaste "grüner" Bürokraten, der extrem elitäre Bilderberg-Club, die Trilaterale Komission, der Council on Foreign Relations, die Atlantik-Brücke und einige mehr. Laut dem Establishment-Autor David Rothkopf wird die Welt regiert von ca. 6000 Individuen, jeder einzelne davon rein rechnerisch "one in a million". Betrachten wir die Atlantiker, eine der Gruppierungen der internationalen "Superclass" aus Geldadel, Konzernchefs und Geheimdiensten:

Eine Mitgliederliste von 1982 nennt etwa hundertzwanzig Namen, alles in allem die gesamte Spitze des damaligen politischen und wirtschaftlichen Lebens der Bundesrepublik. Die Spitzen des deutschen Regierungsapparats sitzen hier einträchtig mit den führenden Männern der deutschen Wirtschaft zusammen, seinerzeit zum Beispiel Friedrich Karl Flick, Arend Oetker, Michael Otto, Carl Hahn, Toni Schmücker (VW), Eberhard von Kuenheim (BMW), Helmut Lohr (SEL), sowie die Vorstandsmitglieder deutscher Großbanken.

Das RAF-Phantom, Knaur-Verlag

Dritte Gruppe im Bunde sind die Medien; vertreten durch Chefredakteure, Herausgeber und Veleger. 1982 mit dabei: Franz Burda jun., Jens Feddersen (Chefredakteur NEUE RUHR-ZEITUNG), Robert Held (FAZ), Josef Joffe (DIE ZEIT), Friedhelm Kemna (stellvertr. Chefredakteur WELT), Theo M. Loch (damals WDR-Chefredakteur Fernsehen), Jan Reifenberg (FAZ-Büro Washington), Rudi Sölch (Verwaltungsdirektor ZDF), Theo Sommer (Herausgeber DIE ZEIT) und natirlich Axel Springer.

Alles Zeitungen und Sender die für Otto-Normalbürger die Wahrnehmung bestimmen und munter an einer Neuen Weltordnung zimmern.

1991 fanden sich im Mitgliederverzeichnis der Atlantik-Brücke auch die Chefredakteure des BONNER GENERAL-ANZEIGERS und der FRANKFURTER RUNDSCHAU, Herles und Holzer. "Atlantiker" Josef Joffe wurde später Ressortleiter Außenpolitik der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG und Mitherausgeber der ZEIT, Thomas KIelinger Chefredakteur des RHEINISCHEN MERKUR, Gerd Ruge Moskauer Korrespondent der ARD, Helmut Schmidt wurde nach seiner Zeit als Bundeskanzler genau wie Atlantik-Bruder Joffe Herausgeber der ZEIT. Atlantiker Rolf Schmidt-Holtz war Herausgeber und Chefredakteuer des STERN, Dieter Schröder Chefredakteur der SÜDDEUTSCHEN Zeitung, Gerd Schulte-Hillen Aufsichtsratsvorsitzender des Medienimperiums Grunder und Jahr und der Bertelsmann AG.

Die Konzerne und Geheimdienste stehen in der Hackordnung bei den Atlantikern noch über den Medien und den Politikern:

IBM Deutschland, AT&T Deutschland, Mobil Oil AG, Phillip Morris GmbH, American Airlinres, Apple Computer, Pan American World Airways, das britisch-amerikanisch-deutsche Bankhaus Warburg, die US-Banker Salomon Brothers, JP Morgan und Citibank sowie der Ex-Präsident des Bundesnachrichtendienstes Eberhard Blum.

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Inzwischen kann man kaum noch den Überblick behalten über die Verkündungen oder Forderungen von einflussreichen Amtsträgern sowie Führungsfiguren aus der Wirtschaft und dem Bankwesen einer "Neuen Weltordnung" und "Global Governance", was die genannte zentralistische Eine-Welt-Ordnung unter den Vereinten Nationen beschreibt. Ein haarsträubender Leitartikel von dem führenden Kommentator für außenpolitische Angelegenheiten der Financial Times Gideon Rachman mit der Überschrift And now for a world government legte u.a. den Plan für eine Weltregierung dar und wie dieser Plan mit irreführender Rhetorik und Euphemismen beworben wird um die Leute nicht zu alarmieren. Rachman gesteht dann ein, was sich hinter der schwärmerischen Rhetorik verbirgt:

International Governance tendiert nur dann dazu, effektiv zu sein, wenn es antidemokratisch ist.

Er nennt zur Verdeutlichung die anhaltende Ablehnung der EU-Erweiterung bei Referenden und Abstimmungen.

Die Union ist generell dann am schnellsten vorangeschritten wenn weitreichende Abkommen von Technokraten und Politikern getroffen wurden und dann durchgeboxt wurden ohne direkte Bezugnahme auf die Wähler.