Ehemaliger FBI-Agent zweifelt an Geständnissen aus Guantanamo

Ehemaliger FBI-Agent zweifelt an Geständnissen aus Guantanamo

Der ehemalige ranghohe FBI-Mitarbeiter Jack Cloonan, der bei der US-Bundespolizei für die Jagd nach Osama Bin Laden zuständig war, zweifelt an den Geständnissen des Guantanamo-Häftlings Khalid Scheich Mohammed, der einer der Al-Qaida-Führer war.

Der Mann hat ein kolossales Ego und schreibt sich alles Mögliche zu,

sagte Cloonan in einem Gespräch mit dem US-Fernsehsender ABC.

Ich wundere mich, dass er sich nicht zu dem Mord an John Kennedy bekannt hat.

Er weiß, dass ihm die Todesstrafe droht. Deshalb spielt er den heiligen Krieger,

sagte Cloonan. Mohammed hatte bei einem Verhör im US-Gefangenenlager Guantanamo gestanden, die Anschläge vom 11. September 2001 geplant und den amerikanischen Journalisten Daniel Pearl eigenhändig enthauptet zu haben.

Ich war der Befehlshaber bei allen Operationen weltweit, die unter der Leitung von Scheich Osama bin Laden und Doktor Aiman Al-Sawahiri ausgearbeitet wurden,

teilte der Terrorist mit. Er bestätigte auch, dass er eine Gruppe für die Herstellung von biologischen Waffen, wie Milzbrand und andere, sowie Aktionen mit schmutzigen Bomben in den USA geleitet hatte.

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Mohammed gestand auch die Vorbereitung von Attentaten auf die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter und Bill Clinton, den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf und Papst Johannes Paul II.

Zudem habe er auch geplant, das NATO-Hauptquartier in Brüssel in die Luft zu sprengen, Terroranschläge auf das Empire State Building in New York, die Sears Towers in Chicago und Library Towers in Los Angeles zu verüben. Darüber hinaus gab er zu, Überfälle auf US-Kampfschiffe in der Straße von Ormuz, der Straße von Gibraltar und in Singapur vorbereitet zu haben.

Selbst den Panama-Kanal sowie einige Atomkraftwerke in den USA wollte er sprengen.

Nach seiner Aussage bereitete er außerdem Terroranschläge auf die US-Botschaften in Japan, Australien und Indonesien und auf die israelischen Botschaften in Indien, Aserbaidschan, Australien und auf den Philippinen vor. Zudem waren Überfälle auf israelische Passagierflugzeuge im Flughafen von Bangkok (Thailand) und auf die Filiale einer US-Ölfirma auf der indonesischen Insel Sumatra geplant, die nach seinen Worten dem ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger gehörte.

Das ehemalige Al-Qaida Mitglied bekannte sich zu insgesamt 31 verübten oder geplanten Terroranschlägen.